Laufende Forschungsprojekte
Durch die steigende Relevanz von Informatik im Alltag benötigen Lehrkräfte informatische Bildung um souverän und mündig agieren zu können. Die Tätigkeiten von Lehrkräften werden in die Bereiche Unterrichten, Erziehen, Beurteilen und Innovieren aufgeteilt (Sekretariat der KMK, 2022). Für jeden dieser Bereiche hat die Gesellschaft für Informatik notwendige fachunabhängige informatische Kompetenzen beschrieben, die von den Lehrkräften entwickelt werden sollen (Diethelm u.a., 2023).
Die Entwicklung solcher Kompetenzen ist bisher kein verbindlicher Teil der dreiphasigen Lehrkräftebildung, wird aber bereits für alle drei Phasen adressiert (Arbeitskreis Lehrkräftebildung der GI, 2023). Dabei stellt sich die Frage, inwiefern die entwickelten Kompetenzen Einzug in Handlungen und den Alltag der Teilnehmenden erlangen.
Informatik ist ein notwendiger Bestandteil der allgemeinen Bildung. Inklusion ist Realität an Schulen geworden und es gibt aktive Forschung dazu, wie Unterrichtsinhalte der Informatik für Schüler*innen, die behindert werden, zugänglich gemacht werden können. Das Ziel ist es, den Übergang von der Wahrnehmung der individuellen Unterschiede einiger Schüler*innen hin zur Anerkennung der Vielfalt aller Lernenden […] zu gestalten und eine barrierefreie Lernumgebung zu schaffen, die den individuellen Bedürfnissen aller Lernenden gerecht wird (Galkiene und Monkeviciene 2021).
→ Mehr zum Dissertationsprojekt von André Hilbig
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Unser Alltag ist bereits und wird zukünftig immer mehr von Informatik durchdrungen sein.
Zugleich wird immer klarer, dass auch die Generation der sogenannten »digital Natives« höchstens als Nutzer*innen mit Informatiksystemen umgehen kann und mit einem kritischen Hinterfragen oder dem Gestalten dieser innovativen Möglichkeiten überfordert ist.
Daher sollte nicht nur laut Medienkompetenzrahmen NRW und den Vorgaben der KMK informatische Bildung bereits in der Grundschule verankert werden.
Informatische Bildung im Sachunterricht der Grundschulen (weiter) zu stärken, ist daher Ziel dieses Projektes.
Projektleitung: Prof. Dr. Miriam Kuckuck & Prof. Dr. Ludger Humbert
Mitarbeiter*innen DdI: Denise Schmitz & Tabea Günther
Kooperationspartner: Universität Duisburg-Essen (Prof. Dr. Inga Gryl & Prof Dr. Torsten Brinda), Universität Münster (Prof. Dr. Marco Thomas & Prof. Dr. Anna Windt)
Förderung: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Fördersumme: 500.000 EUR
Ziel des Projekts »Informatik an Grundschulen (IaG)« in Nordrhein-Westfalen ist es, den Schüler*innen der dritten und vierten Klassen Facetten der Informatik begreifbar zu machen, und sie so zu unterstützen, ein Verständnis für Informatik, für Informatiksysteme und die Bedeutung von Informatik im Alltag zu entwickeln. Dabei liegt der Fokus nicht auf Nutzungskompetenzen von Computern oder Tablets, sondern auf den informatischen Grundkonzepten (wie zum Beispiel die Darstellung von Information).