Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften

Inklusion und Informatik(unterricht)

Der Lernbaustein kann im Optionalbereich des Kombinatorischen Studiengangs mit dem Abschluss Bachelor of Arts (ab PO 2021) für das Pflichtmodul „Digitale Kompetenz“ angerechnet werden. Der Umfang beträgt 15 Stunden. Der Lernbaustein wird mindestens einmal pro Semester angeboten. Für weitere Hinweise schauen Sie bitte in den Moodle-Kurs des Moduls »Digitale Kompetenz.

Kurzbeschreibung

Viele unterschiedliche Menschen, einige haben Behinderungen (z. B. Seh- oder körperliche Beeinträchtigungen), einige benutzen unterstützende Technologien (z. B. einen Rollstuhl, Hörgeräte oder ein Smartphone), stehen um den Kreis der Informatikmodellierung. Im Inneren des Kreises befinden sich viele verschiedenfarbige geometrische Objekte. Dies bedeutet, dass alle in die Auseinandersetzung mit informatischer Bildung einbezogen werden müssen. Außerdem beinhaltet der Prozess des Modellierens in der Informatik, Phänomene wie unterstützende Technologien zu verstehen, damit zu interagieren und sie zu gestalten.

Inklusion bedeutet die Teilhabe aller Menschen. Barrieren, die Menschen an dieser Teilhabe behindern, müssen vermieden oder durch Hilfsmittel verringert werden. Inklusion und Barrierefreiheit hängen daher stark voneinander ab. Die Informatik nimmt hier eine Schlüsselrolle ein, um Informatiksysteme barrierefrei und Barrieren überwindend zu modellieren.

Im Kurs werden die Teilnehmenden informatische Methoden und Konzepte kennenlernen, um Barrieren zu vermeiden, Inklusion zu fördern und insbesondere für den Kontext schulischer Inklusion Lehr-Lernsituationen inklusiv zu gestalten. Je nach Interesse und Hintergrund der Teilnehmenden werden gemeinsam Schwerpunkte gewählt, so dass Produkte und Kontexte des beruflichen Alltags sowie der Lebenswelt berücksichtigt werden. Herausforderungen und Chancen von (schulischer) Inklusion werden hierzu gemeinsam erarbeitet und diskutiert: Dabei werden auch (fach)didaktische Besonderheiten, Methoden und Konzepte für inklusiven Unterricht berücksichtigt. Die Studierenden sind explizit dazu aufgefordert, eigene Ideen, Materialien etc. in den Lernbaustein einzubringen, um daran inklusive Gestaltungsmöglichkeiten aktiv zu entwickeln.

Teilnehmen können prinzipiell alle Studierenden, die die Zugangsvoraussetzungen erfüllen oder sich entsprechend einarbeiten, wenngleich der schulische bzw. bildungswissenschaftliche Kontext einen Schwerpunkt im Lernbaustein darstellt.

Voraussetzungen

Die Studierenden…

  • bedienen Informatiksysteme sicher, so dass sie situationsangemessen, begründet und problemlösend Werkzeuge auswählen, installieren und anwenden können,
  • gestalten damit grundlegend informatische Medien, wie Text-, Bild- und Audiodokumente (explizit auch multimediale Inhalte (bspw. Webseiten)) auf vielfältige Art und Weise und
  • zeigen die Bereitschaft sich hierzu – so noch nicht bekannt – insbesondere in informatische Prinzipien einzuarbeiten, etwa dem WYSIWYM-Prinzip, Markdown, HTML usw.

Kompetenzen

Die Studierenden…

  • diskutieren Herausforderungen und Chancen (schulischer) Inklusion anhand der Lebens- und  Alltagswelt aller Menschen – insbesondere durch die Auseinandersetzung mit behindernden Barrieren,
  • modellieren (durch Recherchieren, Formalisieren, Entwickeln und Prüfen) unter Einbezug  grundlegender informatischer Prinzipien Voraussetzungen, Konzepte und Hilfsmittel, um Teilhabe in  behindernden Kontexten zu verbessern oder zu ermöglichen und
  • gestalten Lehr-Lernsituationen unter Einbezug informatischer Methoden sowie (fach)didaktischer  Konzepte barrierefrei und vielfältig, um im Sinne (schulischer) Inklusion eine Teilhabe aller zu  ermöglichen.